Stille Entzündungen (Silent Inflammation)

Wenn der Körper leise brennt

Stille Entzündungen (Silent Inflammation) verlaufen völlig anders als akute Entzündungen. Sie bleiben oft unbemerkt, breiten sich schleichend im ganzen Körper aus und können über Jahre bestehen. Es handelt sich nicht um eine lokale Reaktion, sondern um eine unterschwellige, systemische Dauerbelastung für den gesamten Organismus.

Frau mit Verdauungsbeschwerden bei chronischen Entzündungen und Erschöpfung

Inflamm-Aging – das Entzündungsaltern

Mit zunehmendem Alter steigt die Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe. Diese chronische, unterschwellige Entzündung – Inflamm-Aging – hält das Immunsystem in ständiger Alarmbereitschaft. Statt gezielt zu reparieren, richtet sich der Körper zunehmend gegen sich selbst.

Typische Ursachen

  • Übergewicht, besonders viszerales Bauchfett  
  • Vitalstoffarme Ernährung  
  • Alkohol und Nikotin  
  • Bewegungsmangel  
  • Dauerstress (Distress)

Woran Sie stille Entzündungen erkennen können

Beschleunigte Hautalterung, Arteriosklerose, Diabetes, Arthritis, Osteoporose, Alzheimer, Allergien, Autoimmunerkrankungen – und ein erhöhtes Krebsrisiko. Viele stille Entzündungen verlaufen symptomlos und werden erst rückblickend sichtbar – etwa durch vorzeitige Alterungsprozesse oder chronische Beschwerden.

Unspezifische Warnzeichen können sein:

  • Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit  
  • depressive Verstimmungen  
  • allgemeines Krankheitsgefühl, erhöhte Infektanfälligkeit  
  • Kopf- und Gliederschmerzen  
  • nachlassende Konzentration und Gedächtnisleistung  
  • Schlafstörungen, innere Unruhe 

Laborparameter, die auf stille Entzündungen hinweisen können

  • hsCRP (hochsensitives C‑reaktives Protein)  
  • erhöhte Leukozyten  
  • erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)  
  • LPS (Lipopolysaccharide) als Hinweis auf bakterielle Belastung 

Acht Schlüssel  gegen stille Entzündungen

1. Intermittierendes Fasten - zwei Mahlzeiten zwischen 10 und 18 Uhr ohne Zwischenmahlzeiten

2. Alkoholkarenz - jedes Gramm Alkohol fördert Entzündungsprozesse

3. Maximal 25g Zucker täglich - Besonders Zucker in Fertigprodukten und Softdrinks

4. Richtige Essensmenge - auch das gesündeste Essen schadet wenn wir zu viel davon essen

5. Täglich Bewegung - Eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining 2 bis 3 mal die Woche, sowie sanfte Yoga Praxis

6. Erholsamer Schlaf - 7 bis 8 Stunden Schlaf sind optimal

7. Entzündungshemmende Supplemente - zum Beispiel Curcuma, Süssholzwurzel, Ingwer und Omega-3 Fettsäure

8. Tägliche Atem- und Meditationspraxis - mentale Balance ist entscheidend um den Herausforderungen des modernen Alltags gewachsen zu sein.